Oldtimer mit GPS schützen:Handy- & Satellitenortung gegen Oldtimer Diebstahl

Oldtimer mit GPS schützen: Handy- & Satellitenortung gegen Oldtimer Diebstahl
Ganz plötzlich, über Nacht, ist der eigene Oldtimer nicht mehr da. Vielleicht eine Mercedes Pagode? Zwar passiert es nicht allzu oft, aber wenn, dann ist der Schaden groß, denn meist ist durch einen solchen Diebstahl mehr verloren gegangen als nur ein Auto: wertvolle Stunden an Arbeit, aufgebaute Beziehungen zu diesem Objekt aus Blech, Lack und Chrom.
Leider gibt es gegen Langfinger immer noch kein Patentrezept – oder etwa doch? Eine Überwachung des Fahrzeugs via Satelliten klingt vielversprechend, aber ist sie das auch?
Diebstahlsobjekt: Oldtimer:Die Jagd nach Ersatzteilen hoher Qualität
In den meisten Fällen von Autodiebstählen sind es keine Oldtimer, die am nächsten Tag plötzlich verschwunden sind. Aus dem einfachen Grund, weil es kaum Abnehmer im In- und Ausland gibt. Dennoch sind sie einem gewissen Risiko ausgesetzt, denn wegen ihrer einzelnen Teile in guter Qualität verschwinden gängige Modelle, wie etwa die Mercedes Pagode, gern mal. Es lässt sich anschließend in kleinen Häppchen verteilen und wird dabei fast nie aufgedeckt. Bei diesem Vorgang ist jedoch auch klar: Dieses Auto wird nie mehr wieder auftauchen.
Gestohlen werden Oldtimer selten, wenn sie gut behütet in der Garage oder auf dem Hof stehen. Viel häufiger kommt es stattdessen bei Großveranstaltungen zu Diebstählen. Dort werden Oldtimer auf dem Präsentierteller serviert und sind leicht zugänglich. In den letzten Jahren kam es daher beispielsweise im Rallye-Umfeld immer wieder zu großen Verlusten. Auch Lenkradkrallen oder Zündunterbrecher stellten nicht immer ein Hindernis dar. Damit stellt sich die Frage: Kann ich mit Hilfe von Satelliten aus dem Weltraum mein wertvolles Gefährt permanent und zuverlässig überwachen? Wir klären in diesem Artikel darüber auf, was man mit Handy- oder Satellitenortung alles bewirken kann.
Oldtimer mit GPS schützen:Ortung durch Einsatz vom Smartphone
Unter gewissen Voraussetzungen lässt sich der aktuelle Standort eines Handy, oder besser gesagt Smartphones, lokalisieren. Das bedeutet, ein Zweithandy wird im Auto versteckt deponiert. Im Anschluss kann man den Standort des Oldtimers jederzeit überprüfen. Dieser Vorgang klingt in der Theorie ganz einfach, birgt allerdings in der Praxis allerdings doch einige Gefahren:
- Es kostet viel Zeit und Geduld den Standort dauerhaft aktiv per Hand abzufragen. Dieser Vorgang ist somit unpraktisch.
- Im Fall eines Diebstahls wird man nicht darüber informiert.
- In Bereichen mit schlechtem Netzempfang gibt es Probleme bei der Ortung. Dies kann auch in Tunneln oder Garagen vorkommen.
- Die Handyortung ist nicht wirklich präzise.
- Man sollte immer bedenken, dass ein Handy spätestens nach ein paar Tagen wieder aufgeladen werden muss.
- Im Fahrzeug kann schlechter Empfang sein, wenn das Handy (bei Oldtimern häufig der Fall) unter Blech gelagert wird.
Fahrzeuge mit moderner GPS Technik:Oldtimer Überwachung mit Hilfe von Satelliten
Die Überwachung mit GPS funktioniert wie folgt: Im Fahrzeug ist ein GPS Gerät verbaut, das permanent Daten über die aktuelle Position sendet. Falls sich hier zum Beispiel der Standort des Fahrzeugs ungewollt ändert, wie bei einem Diebstahl, wird der Besitzer des Oldtimers sofort darüber in Kenntnis gesetzt (Alarmierung über SMS und/oder E-Mail). Diese Funktion ist das sogenannte Geofencing. Zusätzlich kann etwa eine Türöffnung automatisch erkannt werden. Der Alarm wird über den Mobilfunk (GSM) übertragen. Der Besitzer kann auf diese Weise umgehend reagieren, gegebenenfalls die Polizei benachrichtigen und das Fahrzeug mittels GPS Daten verfolgen. Aus diesem Grund ist die Satellitenmethode äußerst sinnvoll. Jedoch kann es auch hier passieren, dass der Standort des Oldtimers in einem Bereich ohne GSM Empfang nicht vollständig aufgezeichnet wird.
Solche Ortungssysteme sind aufgrund ihres Könnens teurer als andere Schutzmaßnahmen. Jedoch bieten sie auch weitere nützliche Funktionen rund um das Fahrzeug. Beim Kauf liegt der Preis für ein solches System zwischen 300 Euro und 1.200 Euro. Dazu kommen allerdings noch der Einbau und eventuell andere zusätzliche Kosten. In einigen Fällen werden die Geräte, wie bei der Bornemann AG, nur zur Miete angeboten, um die Hard- und Software stets auf dem aktuellen Stand zu halten.
In Oldtimern wird auf jeden Fall ein Festeinbau empfohlen. Mobile Systeme im Fahrzeug verborgen zu platzieren, sodass sie noch störungsfrei in Kontakt zu dem GPS Satelliten stehen, ist nahezu unmöglich. Beim Festeinbau dagegen sind Antennen für GPS und GSM vorhanden.
Ist die Überwachung mit Hilfe von Satelliten also eine geeignete Lösung? Natürlich kann man einen Diebstahl nie vollkommen verhindern, allerdings hat man mit ihr sehr gute Chancen im Fall der Fälle sofort reagieren zu können und sein Fahrzeug schnell und sicher wiederzuerlangen. Zuletzt sollte man natürlich bei allen Maßnahmen nicht vergessen: Am sichersten ist es immer noch seinen Oldtimer soweit wie möglich im Auge zu behalten.
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