Schmalband-IoT: Diese Möglichkeiten eröffnet die Technologie

Mithilfe von Schmalband-IoT lassen sich Lieferungen, Artikel, Fahrzeuge und viele andere Dinge problemlos überwachen. Vor nicht allzu langer Zeit wäre das nicht möglich gewesen, da die Technologie nicht so weit entwickelt war: Der Energieverbrauch war in herkömmlichen Mobilfunknetzen deutlich zu hoch, und das jeweilige Netz ist unter der Fülle der Datenübertragung schnell zusammengebrochen. Wir zeigen dir im Folgenden, welche Möglichkeiten Schmalband-IoT heute eröffnet.

Innovation aus Deutschland

Da die Anzahl der IoT-fähigen Gegenstände schnell wächst und die jeweils zur Verfügung stehenden Funkzellen den Datenmengen nicht Herr werden konnten, musste eine neue Lösung her. Im Gegensatz zum viel genutzten Breitbandnetz erwies sich das Schmalbandnetz als praktikabel. Die Übertragungsrate ist weniger rasant beim Breitbandnetz, aber das spielt nur eine untergeordnete Rolle.

Definition der neuen Technologie: Das Schmalbandnetz (englisch narrowband, kurz nb) nutzt Funkwellen (3GPP), die eine außerordentlich große Abdeckung möglich machen. Diese Funkwellen punkten mit einer erstklassigen Gebäudedurchdringung, sodass du selbst Daten aus Gebäuden mit dicken Betonmauern oder aus Kellerräumen unter der Erde erhalten kannst.

Es war die Deutsche Telekom, die in Zusammenarbeit mit Huawei den in aller Welt akzeptierten Standard für das Internet der Dinge (IoT) geschaffen hat: Das IoT-fähige Schmalbandnetz ging zuerst in den Niederlanden und Deutschland an den Start. Heute funktioniert jede IoT-Lösung, die neu entwickelt wird, mit Schmalband-IoT. Das hat mehrere Vorteile:

  • Hersteller können ihre vernetzten Geräte überall auf der Welt verkaufen und sicher sein, dass sie überall funktionieren.
  • Schmalband-IoT (englisch narrowband, kurz nb) nutzt zu Teilen LTE-Netze, was bedeutet, dass die Technologie eine global bestehende Infrastruktur nutzen kann.
  • Da die Technologie nur wenig Energie verbraucht, halten die Batterien in den Sensoren oft viele Jahre lang. Dadurch entfällt auch die aufwendige Wartung – Batteriewechsel sind selten nötig und falls die Geräte nicht in Ordnung sind, geben sie dir selbstständig Bescheid.
  • Wegen der sehr geringen Netzbelastung können bis zu 50.000 IoT-Geräte problemlos über eine einzelne Funkzelle kommunizieren.

Der Schmalband-IoT-Standard ist aber nicht der einzige Weg, auf dem Daten in IoT-Netzwerke übertragen werden können: Die Alternativen gehören wie auch Schmalband-IoT alle zu den LPWAN-Standards (Low Power Wide Area Network). Sie nutzen aber unterschiedliche Protokolle und Frequenzen.

Viele Anwendungen für Schmalband-IoT

Es gibt zahlreiche Anlässe, für die eine schnelle Breitband-Verbindung nicht nötig ist. Die Schmalband-IoT-Anwendung von Städten betrifft beispielsweise intelligente Parkleitsysteme, die Autofahrern in Echtzeit die Auslastung der Parkplätze anzeigen und sie zum nächsten freien Platz lotsen. Außerdem können Straßenlaternen über IoT selbstständig Defekte anzeigen und ein- bzw. ausgeschaltet oder gedimmt werden.

Wasser- und Gaswerke schätzen Schmalband-IoT, weil sie die Zählerstände aus der Ferne ablesen können. Dass die Zähler sich oft in Kellern befinden, stellt dank der sehr guten Verbindung des Netzwerks kein Problem dar. Dieser Vorgang wird Smart Metering genannt.

Die Anbieter von Smart Homes arbeiten mit der Technologie, um mittels Sensoren etwa die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit zu überprüfen und bei Bedarf die passende Aktion wie Lüften oder Heizen zu veranlassen.

Auch wir arbeiten in verschiedenen Bereichen mit Schmalband-IoT: Unsere Aufgabe ist das Tracking von Fahrzeugen, Objekten, Lieferungen und Containern. Viele der dafür notwendigen Sensoren, die an den zu verfolgenden Objekten angebracht werden, arbeiten energiesparend und zuverlässig mit Schmalband-IoT (englisch narrowband, kurz nb). Sie übertragen Informationen zu:

  • dem jeweiligen Standort (auch in Innenräumen)
  • dem Zustand der Lieferung (Temperatur und Luftfeuchtigkeit etwa)
  • bestimmten Ereignissen (Öffnung des Containers, Erschütterung der Lieferung)

Du kannst mit Sensoren arbeiten, die dir in bestimmten Situationen einen Alarm schicken, damit du die Verantwortlichen kontaktieren und intervenieren kannst. Wir wissen aber natürlich, dass die besten Systeme eine gesunde Mischung mit sich bringen: Wo immer es nötig ist, arbeiten wir selbstverständlich auch mit Breitband-Verbindungen wie WLAN oder LTE.

Die Mischung macht’s

Bei Bornemann verfolgen wir alle Entwicklungen zu Konnektivität und sicherer Datenübertragung interessiert und sind jederzeit am Puls der Zeit, um dir die besten Optionen eröffnen zu können. Wir wissen, dass alle Unternehmen unterschiedlich sind und dass es kein schablonenartiges System gibt, das ideal für alle Bedürfnisse in Sachen Tracking passt. Stattdessen nutzen wir die verschiedenen Technologien und stellen dir bei Bedarf eine Sonderlösung zusammen, die exakt auf dein Unternehmen zugeschnitten ist.

Ähnliche Beiträge

Irreführende und falsche Werbung durch Wettbewerber

Irreführende und falsche Werbung durch Wettbewerber

Bluetooth Beacon Tracking für die Bestands- und Lagerverwaltung

Digitale Lieferkette – mit IoT, RPA und KI in die Zukunft

Versteckte Kosten der Lieferkette und die Vorteile von wiederverwendbaren Verpackungen

Die Verfolgung von Mehrwegbehältern mit LPWAN

5 Gründe für ein eigenes Air Cargo Tracking System

Digitaler Zwilling: Definition und Anwendung in der Logistik

Transparenz in Echtzeit für die Pharmalieferkette

Liefertracking: Der Unterschied zwischen Lieferkettenüberwachung und Pharma Track & Trace

Reicht Cargo iQ aus, um Luftfracht zu überwachen?

Plug & Play Luftsensoren: Für sichere Räume und Büros

Palettenmanagement für Agilität in der Lieferkette

Technik, die für dich arbeitet.

Unsere Produkte

Fragen? Einfach anrufen: +49 5321 33 45-320