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Internet of Things in der Industrie: Smarte Industrial IoT (IIoT) Lösungen

Das Interesse an Industrial IoT (IIot) wächst Jahren und hat während der Pandemie einen Schub nach vorn erfahren. Das hat das IT-Beratungsunternehmen Reply Deutschland 2021 in einer Studie herausgefunden, bei der es gemeinsam mit der Teknowlogy-Gruppe Unternehmen auf internationalen Märkten auf die entsprechende Entwicklung hin betrachtete. Zwei Schlüsselbereiche des Wachstums sind Smart Factory und Smart Transport & Logistics.

IIoT ist national und international auf dem Vormarsch

Beide Schlüsselbereiche wurden in zwei Clustern untersucht, nämlich in den „Europe 5“, die Deutschland, Frankreich, Italien, die Niederlande und Belgien umfassen, und in den „Big 5“, also China, USA, Indien, Großbritannien und Brasilien. Im insgesamt schwierigen Wirtschaftsjahr 2020 wurde in beiden Clustern und in beiden Schlüsselbereichen ein Anstieg der Investitionen festgestellt.

Teils ist das auf die Pandemie zurückzuführen: Die Automatisierung vieler Abläufe erhöhte die Arbeitssicherheit für zahlreiche Angestellte. Gleichzeitig aber zeigte sich auch, dass der Einsatz intelligenter Plattformen und Technologien im industriellen und im Transportbereich die Abläufe vereinfacht. Hinzu kommt die gesteigerte Geschwindigkeit des Internets durch den massiven Ausbau der 5G-Netze.

Da die Unternehmen begonnen haben, die Infrastruktur für die Industrie 4.0 zu schaffen, steht zu erwarten, dass die Entwicklung sich rasant fortsetzen wird: Bis zum Jahr 2025 ist ein starkes Wachstum prognostiziert. Hinsichtlich des Smart Factory Bereichs rechnen Experten mit einer annähernden Verdreifachung des Marktes im „Europe 5“ Cluster, wobei Deutschland der Spitzenreiter sein wird. Im Bereich Transport und Logistik ist es das bereits.

Info: Lange Zeit galt Deutschland wegen seines teilweise nicht gut ausgebauten Internets als gefährdet, was die Entwicklung der smarten Technologien angeht. Allerdings sehen die Zukunftsaussichten inzwischen rosiger aus: Es bewegt sich etwas im digitalen Deutschland – teils wegen der Veränderungen durch die Pandemie, teils aber auch, weil die Regierung die Zeichen der Zeit erkannt hat.

Diese Bereiche unterstützt das Industrial IoT

In der gesamten Wertschöpfungskette hilft das IIot dabei, die Transparenz zu erhöhen, Fehler vorherzusehen und damit zu umgehen und die Kunden zufriedenzustellen. Das ist vor allem über das Sammeln und Auswerten erheblicher Datenmengen möglich.

Internet of Things in der Lagerung

Die Zeiten aufwendiger Inventur sind vorbei: Statt Mitarbeiter abzustellen, die Stückzahlen überprüfen und eintragen und neue Produkte oder Rohstoffe bestellen, läuft dieser Vorgang mit den passenden Tools automatisch ab: Intelligente Regale und Schränke stellen mithilfe von Sensoren fest, wenn ein Lagerbestand sich dem Ende nähert. Die Information wird innerhalb der Systeme weitergegeben, und sogar die Nachbestellung kann automatisiert ablaufen. Zu Engpässen kommt es auf diese Weise nicht mehr.

Tipp: Die Lieferketten und die Rohstoffknappheit sind nach wie vor Probleme – intelligente Geräte suchen auch hier nach alternativen Lösungen.

Datensammlung in der Fertigung

Automatisierung und Robotik senken die Fehleranfälligkeit der Fertigung. Gleichzeitig überwachen Sensoren die Funktionsweise und den Zustand der Anlagen sowie die Qualität der hergestellten Produkte. Die Daten werden laufend analysiert. Sobald der Zustand der Maschinen oder der gefertigten Teile von der Norm abweicht, gibt es eine Meldung bei der Plattform des Systems.

Die zuständigen Mitarbeiter können sofort reagieren und die Maschinen warten oder reparieren lassen. So kommt es nicht zu größeren Verlusten. Läuft diese Überwachung allein durch Menschen ab, kommt es leicht zu größeren Verlusten: Entweder ist der Schaden an der Anlage erheblich, bis er auffällt, oder es müssen ganze Chargen des hergestellten Produkts entsorgt werden, weil sie nicht die gewünschte Qualität aufweisen.

Die Produktion kann durch die entsprechenden Systeme also optimiert werden und insgesamt ein höheres Niveau erreichen. Auch die Wartung muss nicht erst von Mitarbeiter eingeleitet werden: Intelligente Systeme können auch die regelmäßige Wartung selbst veranlassen, sodass das Eingreifen der Belegschaft nur im Ausnahmefall notwendig wird.

GPS und Sensoren unterstützen die Auslieferung

Bis die fertige Ware die Abnehmer erreicht, kann noch viel passieren. Verschiedene Risiken dabei kannst du aber minimieren:

  • Sensoren überwachen die Funktion des Fahrzeugs und geben Rückmeldung.
  • Mittels GPS lässt sich in Echtzeit die beste Route ermitteln, sodass Staus und andere Verkehrsbehinderungen frühzeitig erkannt und umgangen werden können.
  • Kommt es zu einem Unfall oder einer Panne, erleichtert die Ortung die Sendung von Hilfe und/oder Ersatz.

Durch den Einsatz moderner Technologien sorgst du trotz steigenden Verkehrsaufkommens dafür, dass deine Lieferungen pünktlich am vereinbarten Ort eintreffen. Diese Zuverlässigkeit ist ein wichtiger Faktor für die Kundenbindung.

Cyber Security ist für IIoT unabdingbar

Je komplexer die Systeme sind, die du in deinem Unternehmen oder in deiner Fahrzeugflotte integrieren möchtest, desto wichtiger ist eine umfassende Cyber Security. Da die Anwendungen alle miteinander verbunden sind und Daten in die Cloud schicken, muss diese besonders gesichert sein. Gleiches gilt für die eingesetzte Hardware.

Diese Herausforderung ist den Anbietern der Lösungen sehr wohl bewusst. Sie versehen ihre Systeme nicht nur mit Sicherheitsmaßnahmen, sondern bieten weiteren Service an, etwa

  • den sicheren Einbau der gekauften Hardware
  • die sorgfältige Schulung aller Mitarbeiter
  • die Übergabe umfassender Informationen zur Cybersicherheit

Tipp: Vor allem die Schnittstellen zwischen den einzelnen Bestandteilen des Systems sind angreifbar und müssen besonders geschützt werden.

Datenschutz steht an oberster Stelle

Das IIoT arbeitet mit Big Data. Die Geräte sammeln unvorstellbar große Datenmengen, die in verschiedener Hinsicht sensibel sind: Ob es sich dabei um Kundendaten handelt, um vertrauliche Informationen über die Arbeitsabläufe oder um andere Unternehmensinterna – nichts davon darf in die Hände von Unbefugten gelangen.

Auch um diesen Punkt haben die Anbieter der Lösungen sich bei der Herstellung Gedanken gemacht. Sie bieten Schulungen für alle an, die mit den Anwendungen arbeiten, die diese Datenmengen sammeln. Zudem erlauben die neuen Technologien es, den Zugang zu den Daten nur jenen zu ermöglichen, die sie für ihre Arbeit auf jeden Fall brauchen.

Industrial IoT prägt die Zukunft der produzierenden Arbeit

Durch die neuen Technologien haben diejenigen, die sie nutzen, einen großen Vorteil der Konkurrenz gegenüber: Sie können schneller Produkte von höherer Qualität herstellen, sie rascher ausliefern und flexibler auf Unvorhergesehenes reagieren. Das Industrial IoT wird daher bald bei den Konzernen unverzichtbar sein und bei mittelständischen und kleinen Unternehmen den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg ausmachen.

Wichtig ist vor allem, dass du die Hinweise der Hersteller zur Cybersicherheit und zum Datenschutz beherzigst. Auch deine Mitarbeiter solltest du sorgfältig schulen lassen und die entsprechenden Veranstaltungen regelmäßig wiederholen, damit ihnen die entsprechenden Regelungen in Fleisch und Blut übergehen.

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