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55. Deutsche Verkehrsgerichtstag (VGT) in Goslar:Hinweise auf Fuhrparkmanager in Hinblick auf Fahrer und Pflichten

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55. Deutsche Verkehrsgerichtstag (VGT) in Goslar

Vom 25. bis 27. Januar 2017 fand in Goslar der 55. Deutsche Verkehrsgerichtstag (VGT) statt. Experten und Wissenschaftler diskutierten hierbei über aktuelle Schwierigkeiten im Straßenverkehr und entsprechend gestellte Forderungen. Die Schwerpunkte der Diskussionen lagen auf einem Fahrverbot als Strafmaßnahme, der Handynutzung am Steuer und dem Führerscheintest für Senioren. All diese Themen sind auch für Fuhrparkmanager sehr interessant, weil sie dadurch neue Regelungen zu beachten hätten und möglicherweise sogar mit bestimmten Problemen konfrontiert wären.

Ein Fahrverbot als Nebenstrafe bei allgemeiner Kriminalität

Die Bundesregierung hat den Vorschlag gemacht ein bis auf sechs Monate ausgehängtes Fahrverbot als strafrechtliche Sanktion einzuführen. Dies würde für alle Straftaten gelten, auch für solche, die nicht in Zusammenhang mit dem Straßenverkehr stehen. Das Fahrverbot würde in allen Fällen allerdings nur als Neben- und nicht als Hauptstrafe verhängt werden.

Auch einen Fuhrparkleiter könnten solchen Strafen betreffen. Wenn einer seiner Fahrer wegen eines Deliktes verurteilt und daher ein Fahrverbot verhängt wird, kann dies unter Umständen zu großen Problemen im Arbeitsalltag führen. Wer beruflich viel oder sogar ausschließlich mit Fahrzeugen unterwegs ist, kann durch solch eine Strafe ernstzunehmende Schwierigkeiten bekommen.

Das Smartphone als Unfallursache

Die Gespräche darüber, ob das Smartphone am Steuer vermehrt zu Unfällen führt, sollte Fuhrparkmanager hellhörig werden lassen. Sie sind sowohl an der Sicherheit ihrer Fahrer, als auch an der Unversehrtheit und Funktionsfähigkeit ihrer Fahrzeuge angewiesen. Wenn Smartphones eine häufige Ursache von Unfällen sind, ist es ratsam über ein Verbot oder andere Maßnahmen nachzudenken, die das verhindern können. Der Wunsch nach ständiger Erreichbarkeit ist heute größer denn je und dies führt zu einer starken Ablenkung beim Fahren. Aus diesem Grund muss das Handyverbot am Steuer an die moderne Entwicklung angepasst und dementsprechend erweitert werden. Daher soll es auch untersagt werden ein Tablet oder andere mobile Computer zu verwenden. Momentan stehen für die Nutzung eines Handys oder Smartphone 60 Euro Bußgeld und ein Punkt in der Verkehrssünderkartei in Flensburg an. Dies ist allerdings nicht abschreckend genug. Damit man die Täter auch erwischt und so möglichen Unfällen vorbeugen kann, muss zusätzlich die Polizeipräsenz im Straßenverkehr zunehmen und dieser härter überwacht werden.

Senioren im Straßenverkehr

Es ist eine Tatsache: Je älter ein Autofahrer ist, desto häufiger ist er statistisch gesehen in einen Unfall verwickelt, den er selbst verschuldet hat. Hiervon ist speziell die Altersgruppe über 75 Jahren betroffen. Da die Menschen immer älter werden, gibt es automatisch auch mehr ältere Fahrer. Dieser Wandel muss bedacht werden, sodass man gegebenenfalls Vorkehrungen treffen kann. Darüber, wie diese aussehen könnten, herrscht jedoch bisher keine Einigkeit. Die eine Seite fordert verpflichtende Führerscheintests für Senioren, deren Folge bei Nichtbestehen der Entzug der Fahrerlaubnis wäre. Die andere Seite sieht in solchen Tests eine Diskriminierung sowie Einschränkung der sowieso bereits abnehmenden Mobilität im Alter. Für sie wäre eine Alternative in regelmäßigen Abständen ärztliche Untersuchungen durchzuführen oder spezielle Coaching-Fahrten anzubieten. Auch auf Fuhrparkmanager könnten solche Tests zukommen, wenn sie ältere Mitarbeiter beschäftigen.

Zusätzlich weitere Punkte

Neben den genannten Punkten gab es noch weitere, die Thema in den zahlreichen Diskussionen waren. In Bezug auf Fuhrparkleiter geht es aber vor allem um die Verkehrssicherheit für ihre Fahrer und Fahrzeuge sowie die Vorbeugung von Unfällen oder Strafen. Sie sollten sich der Gesetzeslage bewusst sein und sich über laufende Diskussionen zu Regelungen im Straßenverkehr informieren. Eventuell müssen sie auf Änderungen reagieren, um nicht zuletzt sich selbst und ihr Unternehmen vor größeren Problemen zu bewahren.

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