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Ladezeit von E-Autos: Das musst du für deinen Elektro-Fuhrpark wissen

Die Ladezeit von E-Autos ist nach wie vor für viele Fuhrparkbetreiber der wichtigste Knackpunkt: Kann es sich lohnen, auf Elektromobilität umzusteigen? Wie hoch die Ladegeschwindigkeit sein kann, wie du die Batterien der Elektroautos strategisch clever auflädst und welche Möglichkeiten du insgesamt dafür hast, erfährst du hier.

Grundsätzliches: Gleichstrom und Wechselstrom

Die Batterien in E-Autos benötigen immer Gleichstrom (Direct Current, kurz DC). Aus dem öffentlichen Netz kommt jedoch stets Wechselstrom (Alternating Current, kurz AC). Das bedeutet, dass der Strom grundsätzlich umgewandelt werden muss. Jedes Elektroauto ist dafür ausgestattet, diese Umwandlung im On-Board-Ladegerät vorzunehmen. Das nimmt aber etwas Zeit in Anspruch.

Es gibt sogenannten DC-Ladestationen, die den Strom mittels Gleichrichter umwandeln, ehe er in die Akkus der E-Autos geladen wird. Die Ladedauer sinkt dadurch. Allerdings sind DC-Ladestationen für die Schnellladung auch teurer als die für das AC-Laden. Ob sie sich langfristig für deinen Fuhrpark eignen, solltest du durchrechnen – aber häufig können die Elektrofahrzeuge im eigenen Betrieb auch über Nacht aufgeladen werden.

Große Vielfalt bei den Akkus für Elektroautos

Die Elektromobilität steckt noch in den Kinderschuhen. Wie immer bei verhältnismäßig jungen Technologien gibt es eine Vielfalt an verschiedenen Auswahlmöglichkeiten: Viele Hersteller setzen auf eine eigene Batterie. Daher solltest du vor der Anschaffung eines Elektroautos sorgfältig vergleichen, wie lang das Aufladen dauert und wie hoch die Reichweite des Fahrzeugs ist.

Ein Elektroauto gilt dann als langstreckentauglich, wenn es innerhalb einer halben Stunde genug Strom aufnehmen kann, dass es danach eine Strecke von mindestens 200 Kilometern schafft. Ob sich das allerdings lohnt, wenn deine Fahrzeuge etwa häufig von Hamburg nach München pendeln, ist eine weitere Frage: Eine bis anderthalb Stunden reine Ladezeit kann für die Strecke schon relativ viel sein in einer Branche, in der Zeit Geld ist.

Tipp: Es gibt zwar Schnellladestationen, in denen du innerhalb von fünf Minuten genügend Strom für 100 Kilometer tanken kannst, aber du solltest sie nicht zu oft nutzen, da sie nicht gut für die Lebensdauer der Akkus sind!

Den eigenen Bedarf herausfinden

Wenn du bereits einige Elektroautos in deinem Fuhrpark hast oder mit dem Gedanken spielst, dir welche anzuschaffen, solltest du eine Bedarfsanalyse durchführen:

  • Wie viele Fahrzeuge werden wie oft aufgeladen werden müssen – und wie viele davon gleichzeitig?
  • Reicht eine Wallbox oder sollten es Ladesäulen sein?
  • Möchtest du auf Wechselstrom- oder Gleichstrom-Ladesäulen setzen (s. o.)?
  • Wie aufwendig wird die Verlegung der notwendigen Leitungen?
  • Wer soll die Installation der Ladeeinrichtungen vornehmen?

Du darfst auch nicht vergessen, deine neue Ladestation bei deinem Stromnetzbetreiber anzumelden.

Tipp: Anbieter von Ladeeinrichtungen (Ladesäule oder Wallbox) bieten im Normalfall auch einen Service für regelmäßige Wartungen und Reparaturen an – hier kann sich der Vergleich lohnen!

Diese Faktoren beeinflussen die Ladezeit beim E-Auto

Eine Faustregel besagt, dass man für die Länge des Ladevorgangs die Kapazität der Batterie durch die Ladeleistung der Ladestation teilt. Allerdings ist diese Rechnung nicht unbedingt genau, denn je voller ein Akku ist, desto langsamer lädt er auf. Das ist der Grund dafür, weshalb viele Hersteller von Batterien mit dem Satz „in x Stunden zu 80 Prozent geladen“ angeben.

An Ladestationen mit einer höheren Ladeleistung kann das Fahrzeug also schneller aufgeladen sein als an einer Station mit einer geringen Ladeleistung. Allerdings muss dafür auch das Equipment stimmen, denn auch bei der Ladung eines Akkus bestimmt das schwächste Glied in der Kette das Gesamtergebnis: Leistet das Ladekabel nur 3,6 kW, spielt es keine Rolle, dass die Ladesäule es auf 22 kW bringt – die Batterie wird nur mit 3,6 kW geladen.

Hier lohnt sich ein genauer Blick auf die verbaute Ladetechnik: Die meisten Plug-in-Hybride etwa verfügen nur über einphasige AC-Lader mit 3,6 kW. Eine Schnellladung mit entsprechend geringer Ladedauer ist damit auch an speziellen Schnellladestationen gar nicht möglich.

Achtung: Bei manchen Herstellern bekommst du eine schnellere Ladetechnik nur gegen Aufpreis!

Allerdings gibt es auch ganz andere Einflüsse auf die Ladezeit beim E-Auto:

  • Kälte – ab einer Temperatur von 15 Grad und darunter kannst du damit rechnen, dass der Akku nicht mehr mit Höchstgeschwindigkeit auflädt (je kälter es ist, desto langsamer lädt er)
  • Hitze – ab einer Temperatur von mehr als 25 Grad verlangsamt sich der Ladeprozess ebenfalls wegen bestimmter chemischer Reaktionen, die in der Batterie ablaufen
  • Ladestand – die höchste Geschwindigkeit erreicht der Akku beim Laden nur dann, wenn sein Ladestand zwischen 20 und 80 Prozent liegt – bei über 80 und unter 20 Prozent wird der Vorgang verlangsamt, um die Bordelektronik zu schützen

Manche Fahrzeuge setzen Bestmarken

Nachdem Tesla vorgelegt und mit Superchargern bereits seit Längerem eine Ladeleistung von über 100 kW ermöglicht hat, haben inzwischen andere Hersteller nachgezogen. Sogenannte High Power Charger (HPC) ermöglichen durch gekühlte Ladekabel eine Energiezufuhr von 150 bis hin zu 350 kW, wie der ADAC gemessen hat. Fahrzeuge, die so schnell geladen werden können, sind etwa:

  • der Audi e-tron
  • der Porsche Taycan
  • das Tesla Model 3
  • die VW-Modelle ID.3 und ID.4
  • der Ford Mach-E
  • der Polestar 2
  • der Hyundai Ioniq 5
  • der Kia EV6

Hinzu kommen zahlreiche weitere Modelle, die du mit einer Leistung von 70 kW bis 100 kW aufladen kannst.

Tipp: Der Porsche Taycan lädt innerhalb von nur 10 Minuten genügend Strom für eine Reichweite von mehr als 200 Kilometern.

Lohnt sich Elektromobilität im Fuhrpark?

Grundsätzlich ist es eine gute Idee, auch im Fuhrpark auf Elektromobilität zu setzen: Der CO2-Ausstoß wird dadurch stark vermindert. Setzt du deine Fahrzeuge oft für Langstrecken ein, solltest du auf jeden Fall darauf achten, dass sie die Fähigkeit zum schnellen Laden mit sich bringen. Innerhalb der Stadt kannst du die Ladezyklen oft anders anpassen als auf den Autobahnen; E-Autos für die letzte Meile lassen sich daher in anderen Zyklen laden. In den meisten Fällen ergibt es in einem Fuhrpark Sinn, eigene Ladestationen zu installieren – schließlich kannst du nicht davon ausgehen, dass immer eine öffentliche Station frei ist, wenn du gerade eine benötigst.

Die Ladezeit bei E-Autos macht den Unterschied

Bei der Umstellung auf Elektrofahrzeuge in deinem Fuhrpark solltest du beachten, dass die Ladezeit so kurz und die Reichweite so weit wie möglich ist. Dabei ist es wichtig, dass die Leistung der Ladestation und die der Ladeeinheit im Elektroauto angemessen hoch sind. Die Schnellladefunktion sollten deine Fahrer aber nur sparsam nutzen, um die Akkus zu schonen.

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