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Fuhrparkleiter

Ein Fuhrparkleiter hat in Unternehmen – egal welcher Größe und Branche – eine wichtige Aufgabe, schließlich ist er zuständig für die optimale Betreuung und der Fahrzeuge. Aber: Die Aufgaben eines Fuhrparkmanagers gehen weit über die bloße Betreuung hinaus und rund um den Fuhrpark gilt es für die verantwortliche Person, zahlreiche Aufgaben wahrzunehmen. Welche das genau sind, erfährst du in diesem Text.

Das sind die Eckdaten zum Job des Fuhrparkleiters

Leitung, Organisation, Verwaltung – das sind ganz grob gesagt die Aufgabengebiete, die das Fuhrparkmanagement in Person eines Fuhrparkleiters bzw. Fuhrparkmanagers ausführt. Dabei dreht sich bei diesem Job alles ganz selbstverständlich um die Fahrzeuge des Unternehmens.

Apropos Fahrzeuge: Vielerorts ist die Meinung vorherrschend, dass ein Fuhrpark sich lediglich auf die Dienstwagen bezieht, die den Mitarbeitern für geschäftliche Reisen zur Verfügung stehen. Doch dem ist nicht so. Ein Fuhrpark umfasst darüber hinaus die Nutzfahrzeuge des Unternehmens, also Fahrzeuge, die auf dem Firmengelände oder im Lager im Einsatz sind. Dazu kommen unter Umständen Lkw.

Dieses Know-how benötigt ein Fuhrparkleiter

Eine Ausbildung existiert für den Leiter eines Fuhrparks nicht, trotzdem ist klar, dass die entsprechende Person über Kenntnisse verfügen sollte, die der Aufgabe dienlich sind. Das kann zum Beispiel eine kaufmännische Komponente sein, um die Kalkulation und die Finanzen im Griff zu haben. Ebenfalls möglich ist ein verwaltungstechnischer, delegierender Hintergrund, der es ermöglicht, planerisch rund um die Verteilung der Fahrzeuge auf die Fahrer oder organisatorisch, was unter anderem die Führerscheinkontrolle anbetrifft, tätig zu werden. Die dritte Option stellt eine potenziell technische Expertise dar, wenn der Fuhrparkleiter über eine Ausbildung auf dem Kfz-Sektor verfügt. Vorteil hier: Es besteht Expertise in Sachen Wartung und Reparaturen, was das Arbeiten insgesamt in dieser Funktion deutlich erleichtern dürfte.

Wie genau das Tätigkeitsprofil eines Fuhrparkleiters aussieht, ist von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich und hängt von dessen Größe und Struktur ab. In kleineren Betrieben übt nicht selten der Geschäftsführer diese Tätigkeit aus oder ein Angestellter übernimmt die Aufgaben zusätzlich zu seinem Kerngebiet. Ist das Unternehmen dagegen größer, kümmert sich der Fuhrparkleiter – unter Umständen in Verbindung mit einer ganzen Abteilung – ausschließlich um den Fuhrpark.

Fuhrparkleiter: kein Ausbildungsberuf

Wie bereits einige Absätze weiter oben erwähnt: Bei einem Fuhrparkleiter handelt es sich um keinen Ausbildungsberuf. Das bedeutet, dass sich das Know-how und die Kenntnisse der mit der Aufgabe des Fuhrparkmanagers beauftragten Personen stark unterscheiden. Dabei sollte eine grobe Affinität für Fahrzeuge und organisatorische Aspekte für diesen Job aber vorhanden sein. Und: Das vorhandene Wissen muss breit gefächert sein, da viele Teilbereiche zum Management eines Fuhrparks gehören.

Der Job eines Fuhrparkleiters – trotz der Tatsache, kein Ausbildungsberuf zu sein – kommt also für Personen infrage, die einen fahrzeugtechnischen beruflichen Hintergrund, beispielsweise eine Ausbildung im Kfz-Handwerk, besitzen und sich anschließend weitergebildet haben, was die Administration und das Managen und Delegieren von Dingen anbetrifft.

Fortbildungsangebote für Fuhrparkmanager

Obwohl es keine Ausbildung zum Fuhrparkleiter gibt, so existieren doch Angebote der Fortbildung. So bietet beispielsweise die Industrie- und Handelskammer, kurz IHK, Interessierten die Option eines Zertifikatslehrgangs. Und auch die Akademie der Dekra ist in Sachen Weiterbildungen aktiv und wendet sich mit einem entsprechenden Zertifikat an angehende Fuhrparkleiter.

Wichtig ist: Diese Möglichkeiten der Weiterbildung sollten diejenigen, die bereits oder zukünftig als Fuhrparkleiter in einem Unternehmen beschäftigt sind – unabhängig von der Vorbildung – ins Auge fassen, schließlich werden so notwendige Kenntnisse erlangt, die bei der Tätigkeit von Nutzen sein könnten.

Das sind die Aufgaben im Fuhrparkmanagement

Die Stellenbeschreibung und das Jobprofil eines Fuhrparkleiters sind extrem vielfältig. Das wird alleine schon an dem Umstand deutlich, dass der Fuhrparkleiter – das unterscheidet sich von Unternehmen zu Unternehmen – nicht immer unbedingt Fuhrparkleiter heißt. Gängige weitere Begrifflichkeiten, die im Kern aber eine identische Funktion meinen, sind zum Beispiel Flottenmanager, Fuhrparkmanager, Fuhrparkverantwortlicher, Fuhrparkchef, Flottenchef oder Fuhrparkverwalter.

Oberstes Ziel des Fuhrparkleiters ist immer, dass er die Mobilität der Mitarbeiter im entsprechenden Unternehmen garantiert – und dementsprechend agieren und auftreten muss. Diese Garantie der Mobilität verlangt nicht nur verwaltungstechnisches Geschick, sondern ebenfalls strategisches, schließlich gilt es, den Fuhrpark effizient und optimal auszulasten. Zu den administrativen Tätigkeiten zählt obendrein die Dokumentation aller erfolgten Maßnahmen.

Nicht zu unterschätzen sind die Führungsaufgaben auf dem operativen Sektor.

Hierzu zählen:

  • Der Fuhrparkleiter muss den Fuhrpark effizient aufstellen. Die Nutzung eines elektronischen Fahrtenbuchs ist in diesem Zusammenhang hilfreich.
  • Der Fuhrparkleiter muss die Kosten im Blick haben.
  • Der Fuhrparkleiter muss den Fuhrpark optimal auslasten.
  • Der Fuhrparkleiter muss sich mit externen Dienstleistern abstimmen.
  • Der Fuhrparkleiter muss sich mit der Geschäftsführung abstimmen.
  • Der Fuhrparkleiter muss sich mit dem Kostenträger abstimmen. Das kann die Finanzabteilung des Unternehmens sein.
  • Der Fuhrparkleiter muss die Mitarbeiter – also die Nutzer der Fahrzeuge – beraten und betreuen.

Die genannten Aufgaben sind aber bei Weitem nicht alle. Dazu kommen noch:

  • Der Fuhrparkleiter hat Sorge zu tragen für die Halterhaftung.
  • Der Fuhrparkleiter hat Sorge zu tragen für Hauptuntersuchungen.
  • Der Fuhrparkleiter hat Sorge zu tragen für Werkstattbesuche.
  • Der Fuhrparkleiter hat Sorge zu tragen für turnusmäßige Reifenwechsel.
  • Der Fuhrparkleiter hat Sorge zu tragen für Wartungen an den Fahrzeugen.
  • Der Fuhrparkleiter hat Sorge zu tragen für UVV-Prüfungen.
  • Der Fuhrparkleiter hat Sorge zu tragen für das Anlegen und Führen von Fahrzeugakten.
  • Der Fuhrparkleiter hat Sorge zu tragen für das Anlegen von Fahrerakten.
  • Der Fuhrparkleiter hat Sorge zu tragen für die regelmäßige Überprüfung von Führerscheinen der Mitarbeiter, die den Fuhrpark nutzen.
  • Der Fuhrparkleiter hat Sorge zu tragen für die Überprüfung von Rechnungen, Bußgeldbescheiden, Kraftstoffverbrauch, Laufleistung und Schadenregulierung.
  • Der Fuhrparkleiter hat Sorge zu tragen für die Verwaltung von Tankkarten.
  • Der Fuhrparkleiter hat Sorge zu tragen für die Beschaffung oder den potenziellen Verkauf von Fahrzeugen.
  • Der Fuhrparkleiter hat Sorge zu tragen für die Verwaltung von Verträgen.
  • Der Fuhrparkleiter hat Sorge zu tragen für die Verwaltung der vorhandenen Fahrzeuge und die Analyse des gesamten Fuhrparks.
  • Der Fuhrparkleiter hat Sorge zu tragen für den Dialog mit den Mitarbeitern, die die Fahrzeuge aus dem Fuhrpark nutzen.

Ob ein Fuhrparkleiter alle diese Aufgaben tatsächlich selbst übernimmt und ausübt, ob es eine ganze Abteilung gibt, die sich um das Management des Fuhrparks kümmert oder ob sich verschiedene Mitarbeiter diese vielfältigen Aufgaben teilen, ist von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich.

Dazu kommt: Die Aufgaben eines Fuhrparkleiters nehmen eher zu denn ab, da es nicht zuletzt aufgrund alternativer Antriebsformen und von immer neuen digitalen Angeboten mehr und mehr zu beachten gibt.