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Sensorik in der Industrie:Indoor-Lokalisierungssysteme in der Industrie

In der Industrie kommen verschiedene Ortungstechniken zum Einsatz, um die Navigation auf großen Fabrikgeländen zu vereinfachen, die Lagerverwaltung effizienter zu gestalten und vieles mehr. Jede Technologie hat ihre Vor- und Nachteile und ist für unterschiedliche Verwendungsgebiete besser oder schlechter geeignet. Bornemann stellt dir die gängigsten Indoor-Lokalisierungssysteme und ihren Einsatz genauer vor.

Die verschiedenen Technologien für Indoor-Lokalisierungssysteme

  • Radio-Frequency Identifiacation (RFID): Die „Radio-Frequency Identification“, kurz RFID, ist eine Funkwellentechnik zur Identifizierung von Objekten, zum Beispiel von Containern oder anderen Waren, aber auch von Personen. Zum Einsatz kommen hier ein Lesegerät und ein passiver RFID-Tag, weshalb die Batterielebensdauer des Systems unbegrenzt ist. Auf den Transpondern können außerdem weitere Informationen gespeichert werden, um etwa Warenflüsse zu kontrollieren und das Bestandsmanagement zu vereinfachen. Auch die Realisierung von fahrerlosen Transportsystemen ist mit dem Indoor-Tracking möglich.
  • Bluetooth Low Energy (BLE): Dieses Indoor-Lokalisierungssystem ermöglicht die Positionsbestimmung und die Indoor-Navigation in Lagerhallen oder anderen Gebäuden. Dies wird über sogenannte Beacons ermöglicht, die ein Bluetooth-Signal aussenden, das von anderen Endgeräten empfangen werden kann. Das System kann sowohl passiv funktionieren – wenn batteriebetriebene Tags das ausgesendete Signal empfangen – als auch aktiv: Dann erfassen zum Beispiel Smartphones über eine App die Position der Beacons und können sie als Orientierungshilfe nutzen. Über BLE ist eine Echtzeit-Ortung möglich.
  • Ultra-Wideband (UWB): Ein weiteres Real-Time Locating System (RTLS) stellt die Ultra-Wideband-Technologie dar. Diese liefert eine sehr genaue Positionsbestimmung von bis zu unter 30 Zentimetern und nimmt auch Höhenunterschiede wahr, etwa bei Hochlagerregalen oder über verschiedene Stockwerke. Hierfür sind mehrere Empfänger nötig, die die mehrfach pro Sekunde vom Sender übermittelten Signale aufnehmen und die Entfernung zu ihm messen, ähnlich wie bei GPS-Systemen.

Die Vor- und Nachteile von Indoor-Lokalisationssystemen

Da sich die Indoor-Lokalisationssysteme bezüglich Technologie und Ausführung unterscheiden, sind sie selbstverständlich für verschiedene Anwendungsgebiete gut oder weniger gut geeignet. Der Bornemann-Blog hat dazu eine Übersicht erstellt.

 VorteileNachteileOptimale Einsatzgebiete
RFID• hohe Genauigkeit
• unbegrenzte Batterielaufzeit
• preiswert
• Möglichkeit, Zusatzinformationen zu hinterlegen
• nur reine Präsenzerkennung
• Lesegerät oder andere Locator notwendig
• Asset-Tracking
• Digitale Bestandsaufnahme
• Etablierung von fahrerlosen Fördersystemen
BLE• flächendeckende Ortung
• lange Batterielaufzeit
• preiswert
• einfach zu installieren
• ungenauere Ortung (ca. 3 Meter)
• geringere Reichweite der Beacons (ca. 75 Meter)
• Personen- und Objektortung
• Indoor-Navigation
UWB• flächendeckende Ortung
• sehr hohe Genauigkeit (ca. 30 Zentimeter)
• hohe Reichweite (über 150 Meter)
• höhere Kosten
• geringere Batterielaufzeit
• Asset-Tracking
• Stapler- und Flurförderfahrzeug-ortung
• Analyse und Optimierung von Lauf- und Fahrwegen

Ergänzungen zu Indoor-Lokalisierungssystemen

Neben Indoor-Lokalisierungssystemen können noch viele andere Technologien dazu dienen, den Arbeitsalltag in deiner Firma zu vereinfachen und die Effizienz von Prozessen zu erhöhen. Hierzu zählt vor allem die Sensortechnik. So kommen Ultraschall-Sensoren zum Einsatz, wenn zum Beispiel die Füllstände von Flüssigkeiten oder Feststoffen in Tanks kontaktlos erfasst werden müssen. Dies ermöglicht eine optimale Befüllung und Materialbereitstellung. Die Sensorik ist für Personen, Objekte oder Materialien völlig ungefährlich.

Eine weitere Möglichkeit, bestimmte Zustände von Waren zu erfassen, bietet die Infrarot-Technologie. Sie dient zum Beispiel der Temperaturüberwachung sowie der Steuerung von Klimatisierung und Lichtverhältnissen. Zudem kann sie zur Sicherheit beitragen, indem sie Personen in Gefahrenbereichen erkennt und warnt. Infrarot-Sensoren können auch problemlos in RFID-Systeme integriert werden, etwa in Containern.

Bornemann bietet dir vielfältige Logistiklösungen für dein Unternehmen. Hierzu zählen GPS-Ortungssysteme, Fuhrpark-Optimierungen wie elektronische Fahrtenbücher, Sicherheitstechnologien und vieles mehr. Wir schneiden unsere Angebote dabei genau auf deinen Betrieb zu, sodass du immer das passende Produkt erhältst.

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