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RFID Technik im Einsatz bei Straftätern

Bereits vor einigen Jahren gab es eine gesellschaftliche Diskussion, ob RFID nicht auch bei Straftätern zum Einsatz kommen sollte. Besonders laut wurden hierzu Stimmen in Großbritannien. Seit jeher ist diese Technik bereits vielfach eingesetzt worden. In vielen Teilen auf der Welt wird sie in alltäglichen Situationen nahezu als selbstverständlich angesehen. Wir erklären, wie sie genau funktionieren und welchen Nutzen sie überhaupt bieten kann?

Wie funktioniert RFID?

RFID steht für Radio Frequency Identification. Mit Hilfe dieser Technologie ist es möglich verschiedenste Daten vollkommen kontaktlos zu übertragen. Ursprünglich wurde sie etwa für Lebensmittel benutzt. Inzwischen gibt es sogenannte RFID Tags. Diese können in oder an bestimmte Objekten befestigt werden. Von dort aus können sie über eine Antenne spezielle Informationen über mehrere Meter weit senden. Ein Tag an sich ist nur so groß wie ein Reiskorn. Dies ermöglicht den Einsatz der Technik unter anderem in Bankkarten, im Reisepass und inzwischen eben sogar auch unter der Haut eines Menschen.

RFID und der Nutzen am Menschen

Die Zukunft könnte vielfach so aussehen, dass jeder Mensch einen RFID Chip unter der Haut hat. Auf ihm können zahlreiche Daten gespeichert werden: Adressen, Bankdaten, Versicherungen, Medikamteneneinnahmen, Allergien, Blutgruppen, etc. Über ein RFID-fähiges Lesegerät (beispielsweise Computer oder Smartphone), das sich in unmittelbarer Nähe aufhält, können die Daten empfangen und ausgelesen werden. Ein Beispiel, wie man diese Technik nutzen kann, ist etwa im Urlaub. Dort gibt es in einigen Anlagen bereits die Möglichkeit sich einen RFID Chip einpflanzen zu lassen, damit man jederzeit und überall ohne Geld, Karte oder Schlüssel bezahlen beziehungsweise sich als Gast ausweisen kann. Viele Leute finden diese Technik sehr nützlich, schließlich ist ein Portmonee in der Badehose oder im Bikini beziehungsweise Badeanzug eher unbequem und lästig.

RFID im Einsatz bei Straftätern

Die Idee, RFID auch bei Straftätern einzusetzen, gibt es schon länger: Man kann ihnen einfach einen RFID Chip unter die Haut pflanzen und sie so auf Schritt und Tritt überwachen. Im Gegensatz zur elektronischen Fußfessel, die über GPS funktioniert, ist der Chip unsichtbar. So werden Straftäter durch den Einsatz von RFID sogar vor Stigmatisierung bewahrt, weil ihre Bestrafung, anders als eine elektronische Fußfessel eben nicht sichtbar, aber trotzdem äußerst effektiv ist. Gleichzeitig würden dadurch zum einen überfüllte Gefängnisse entlastet werden, zum anderen können verurteilte Straftäter, die sich von bestimmte Orten fernhalten müssen, wesentlich besser und einfacher kontrolliert werden. Mit einer elektronischen Fußfessel, die sich bereits etabliert hat, kommt es immer mal wieder zu Problemen. In Städten kann das Signal unter Umständen gestört werden, zum Teil können die Verurteilten das Signal sogar direkt stören beziehungsweise die Fußfessel eigenhändig entfernen. Aufgrund mehrerer Ursachen wurde daher überlegt, RFID Chips einzupflanzen. Hiermit würde sich ein verhängter Hausarrest gezielt überprüfen lassen. Allerdings gibt es auch hier moralische Einsprüche: Die Technik ist entwürdigend, sie verhilft nicht zu einer Wiedereingliederung in die Gesellschaft und man wird sie früher oder später austricksen können.

Vor- und Nachteile der RFID Technik

Durch moderne Techniken konnte die RFID Technik bereit gezielt verwendet werden. Wie sieht es bei dem menschlichen Einsatz aus? Hier scheint es sowohl einige Vor-, als auch Nachteile zu geben.

Was nach ferner Zukunft klingt, wird bereits vielfach in der Welt eingesetzt. Am Körper trägt man sie bereits seit geraumer Zeit. Seit einigen Jahren ist es nun auch möglich, sie unter der Haut zu tragen. Eltern nutzen RFID Chips, um ihre Kinder zu überwachen und sie etwa vor einer Entführung zu schützen. Auch in bestimmten anderen Notfallszenarien wären sie denkbar. Beispielsweise, wenn ein Skifahrer unter einer Lawine geborgen werden oder ein Arzt seinen ohnmächtigen Patienten behandeln muss. Durch den Chip lassen sich direkt in der Person zahlreiche wichtige Informationen über sie abspeichern.

Allerdings kann mit diesen persönlichen Daten auch Missbrauch getrieben werden. Über mögliche Risiken sollte man sich informieren und bewusst sein, bevor man sich mit einer Spritze das wenige Millimeter große Objekt unter die Haut injizieren lässt. Von moralischer Seite her sollte man zudem an das Grundgesetz und die Freiheit jedes einzelnen Menschen denken. Vielleicht kann es unter Umständen bestimmte Ausnahmen geben. Aber ist die Technik erst einmal dabei sich zu verbreiten, sind wir vielleicht irgendwann an einem Punkt, wo es kein Zurück mehr gibt. Von Geburt an wird jeder Mensch mit einem RFID Chip ausgestattet und wir werden alle gläserne Objekte, für die es weder absolute Freiheit, noch wirkliche Sicherheit gibt.

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