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Alternative Kraftstoffe: Besser als Benzin oder Diesel?

Der Großteil an Pkw und Lkw werden mit fossilen Brennstoffen wie Diesel oder Benzin betrieben. Doch schon seit geraumer Zeit wird an diversen Alternativen geforscht. So lassen sich Fahrzeuge heutzutage auch mit Erdgas, Strom, Pflanzenöl und Wasserstoff antreiben. Doch was taugen diese alternativen Kraftstoffe für Autos und Lkw im Transportgewerbe? Und eignen sie sich dazu, herkömmliche Antriebe irgendwann gänzlich abzulösen? Erfahren Sie mehr bei Bornemann.

Benzin und Diesel: die klassischen Kraftstoffe

Die meisten privaten Fahrzeuge sowie Firmenwagen werden mit Benzin oder Diesel angetrieben, alternative Kraftstoffe finden in der Regel noch vergleichsweise selten Verwendung. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Zum einen haben sich die fossilen Brennstoffe über Jahrzehnte im Mobilitätssektor durchgesetzt, folglich sind sie am weitesten verbreitet. Allein schon aufgrund der gut ausgebauten Infrastruktur wird die Nutzung von Benzin oder Diesel von vielen als sinnvoll und zuverlässig erachtet. Zudem sind die Kraftstoffe extrem leistungsstark, da sie eine hohe Energiedichte aufweisen. Mit einer Füllung, selbst in einem recht kompakten Tank, können Fahrzeuge mehrere hundert Kilometer Strecke bewältigen. Hinzu kommt, dass sie im Vergleich zu den alternativen Kraftstoffen verhältnismäßig günstig sind.

Doch Benzin und Diesel bieten nicht nur Vorteile. Durch ihre Verbrennung werden große Mengen an Treibhausgasen freigesetzt, die unserem Klima schaden. Das Transportwesen ist diesbezüglich der zweitgrößte Umweltverschmutzer weltweit – hinter der Energie- und Wärmeerzeugung. Daher werden zur Senkung von Emissionen die Preise auf fossile Kraftstoffe erhöht sowie zusätzliche Steuern eingeführt, um die Etablierung von sauberen Antriebstechnologien voranzutreiben. Zudem sind die Kosten für Diesel oder Benzin von den Rohölpreisen abhängig. Da die Reserven an fossilen Brennstoffen immer mehr zur Neige gehen, ist davon auszugehen, dass sie in absehbarer Zeit deutlich teurer werden.

Strom: Der alternative Kraftstoff Nummer 1?

Unter den alternativen Kraftstoffen für Fahrzeuge ist elektrischer Strom der wohl bekannteste. E-Autos sind heutzutage schon fast Normalität und die Marktanteile der Stromer steigen. Die Energie ist günstig und durch Wind-, Wasser- und Solarkraft sogar nachhaltig und emissionsfrei bereitzustellen. Auch bezüglich der Infrastruktur hat sich hier in den letzten Jahren einiges getan – so sind Stromtankstellen in Städten und entlang der Autobahnen ebenfalls keine Seltenheit mehr.

Das Problem mit elektrischem Strom als Energiequelle für Fahrzeuge ist seine zurzeit noch recht niedrige Energiedichte, wodurch der alternative Antrieb für Lkw noch teilweise unbrauchbar erscheint. So müssen entweder enorm große Batterien in Fahrzeugen verbaut werden – die dann selbstverständlich sehr teuer sind – oder aber es muss weitaus öfter zum Nachladen angehalten werden. Auch diesbezüglich ist Strom eine eher unvorteilhafte Alternative, denn selbst über Schnellladestationen dauert es gut und gern eine halbe bis eine ganze Stunde, bevor der Akku wieder voll ist. Gerade für Transportunternehmen, deren Fahrer lange Strecken in knapp bemessenen Zeitfenstern zurücklegen müssen, ist dieser Umstand problematisch.

Flüssigerdgas: ein fossiler, alternativer Kraftstoff

Autogas, insbesondere Flüssigerdgas (LNG = Liquefied Natural Gas), wird ein hohes Zukunftspotential bezüglich einem Mobilitätswandel in der Logistik zugesprochen. Der Energieträger besitzt eine enorme Energiedichte, da er etwa nur ein Sechshundertstel des Volumens von gasförmigem Erdgas aufweist. So erzielen Lkw, die mit dem alternativen Kraftstoff betrieben werden, Reichweiten von gut 1.000 Kilometern pro Tankfüllung. Darüber hinaus ist Flüssigerdgas auch deutlich emissionsärmer als Diesel. Etwa 20 Prozent CO 2 -Ausstoß könnten durch die Nutzung eingespart werden.

Zwar ist Gas in der Regel günstiger als Öl, doch die Herstellung von LNG ist teuer. Zudem müssten auch einige große Veränderungen hinsichtlich der Tankstellen-Infrastruktur erfolgen und Flüssigerdgas europaweit als „regulärer“ Kraftstoff neben Benzin und Diesel etabliert werden. Auch ein kostspieliger Umbau der Fahrzeuge muss erfolgen, denn um LNG nutzen zu können, benötigen diese spezielle Tanks.

Hydriertes Pflanzenöl (HVO): Alternativer Bio-Kraftstoff

Unter den biologischen alternativen Kraftstoffen ist hydriertes Pflanzenöl ein vielversprechender Kandidat. Bei der Herstellung werden pflanzliche Öle mit Wasserstoff vermischt, entgegen der Kombination von Methanol und Pflanzenöl, wie es bei herkömmlichem Biodiesel der Fall ist. Folglich ist HVO auch umweltfreundlicher als letzterer und die Oxidationsgefahr ist geringer – der Kraftstoff hält sich also weitaus länger. Nicht zuletzt bietet hydriertes Pflanzenöl eine gleichwertige Leistung im Vergleich zu Diesel und kann auch problemlos in Verbrennungsmotoren genutzt werden. Eine Umrüstung ist nicht erforderlich.

Das derzeitige Problem mit HVO ergibt sich aus der geringen Verbreitung und der Verfügbarkeit. In einigen europäischen Ländern, etwa den skandinavischen, mag hydriertes Pflanzenöl als Treibstoff zwar schon recht geläufig sein, anderweitig jedoch nicht. Dies schlägt sich selbstverständlich auf den Preis nieder, der deutlich über dem für normalen Diesel liegt.

Wasserstoff: Alternativer Kraftstoff zur Stromerzeugung

Als besonders zukunftstauglich werden Wasserstoff-Brennstoffzellen hinsichtlich alternativer Kraftstoffe angesehen. In diesen galvanischen Zellen wird elektrischer Strom durch die Verbindung von Wasserstoff mit Sauerstoff erzeugt. Als Abfallprodukt entsteht lediglich Wasser, die Antriebe selbst arbeiten völlig emissionsfrei. Werden bei der Herstellung des Wasserstoffs dann auch noch Elektrolyse-Verfahren mit Energie aus regenerativen Quellen verwendet, so entstehen keine Treibhausgase. Zudem ist Wasserstoff „energiedichter“ als die Nutzung von Batterien in herkömmlichen E-Autos, die Reichweite mit einer Tankfüllung ist mit der von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor zu vergleichen.

Allerdings ist Wasserstoff als alternativer Kraftstoff noch nicht für den breiten Einsatz erschwinglich. Die Herstellung ist aufwendig, das Tanken daher etwa drei bis vier Mal so teuer wie beim Diesel. Auch die Infrastruktur ist noch nicht ausreichend ausgebaut – Wasserstoff-Tankstellen sind noch Rarität. Hinzu kommt, dass der Großteil des Wasserstoffs nicht aus regenerativ erzeugtem Strom und Wasser per Elektrolyse gewonnen wird, sondern meist aus fossilen Quellen. In diesem Fall ist die Herstellung alles andere als nachhaltig und umweltfreundlich.

Alternative Kraftstoffe: Wer setzt sich durch?

Bis alternative Kraftstoffe bzw. Antriebssysteme umfangreich genutzt werden können und wirklich allen Anforderungen des Transportwesens genügen, sind noch einige Probleme zu beseitigen. Zum einen muss ein stärkerer Ausbau der jeweiligen Infrastruktur erfolgen, um die Treibstoffe flächendeckend zu nutzen. Zum anderen ist es wichtig, die Verfügbarkeit zu erhöhen und Herstellungsmethoden zu verbessern, damit die Verwendung nicht zu kostspielig wird. Nichtsdestotrotz existieren diverse, vielversprechende Möglichkeiten, eine umweltfreundlichere und nachhaltige Mobilitätswende herbeizuführen. Welcher alternative Kraftstoff sich letztendlich durchsetzen wird oder ob sich mehrere Antriebsstoffe in verschiedenen Anwendungsbereichen etablieren (Batteriefahrzeuge für innerstädtische Fahrten, Wasserstoff für Langstrecke, usw.), bleibt abzuwarten.

Um die Betriebs- und Kraftstoffkosten im Fuhrpark zu senken, können Flottenmanager schon heute einiges tun, ohne die Antriebe von Firmenwagen umzurüsten. Neben der korrekten Wartung der Fahrzeuge können beispielsweise GPS Ortungssysteme dazu beitragen, Routen zu optimieren und einzelne Fahrer besser zu koordinieren. Dies kann bereits signifikante Mengen an Sprit oder Strom sowie einiges an Zeit einsparen. Administrativen Aufwand kannst du mithilfe von elektronischen Fahrtenbüchern oder digitalen Führerscheinkontrollen verringern, damit du dich besser auf das Kerngeschäft konzentrieren kannst. Vertraue bei der Wahl deiner Logistiklösungen voll und ganz auf Bornemann. Unsere Produkte werden immer genau auf die Bedürfnisse deiner Firma maßgeschneidert, sind benutzerfreundlich und zuverlässig.

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